Bloody Plastic

„Blue Bag Mangroven“ – Lina Bormuth (2024)
Ölfarbe auf gespanntem Plastikmüllbeutel, 120 x 50 cm


„Blue Bag Mangroven“ ist eine kraftvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltverschmutzung und der Vergänglichkeit der Natur. Lina Bormuth nutzt die Alltagssymbolik des blauen Müllsacks, der für Entsorgung und das Verdrängen von Problemen steht, um die Vernachlässigung der Meere und den Verlust der Artenvielfalt zu reflektieren. Das tiefblaue, leicht modrig anmutende Licht, das die Mangroven umhüllt, erzeugt eine fast unwirkliche Tiefe – als wäre es ein eigenes, sich immer tiefer in den blauen Raum verfließendes Universum. Diese metaphorische Darstellung erinnert uns daran, wie selbstverständlich wir den Müll und die Zerstörung unserer natürlichen Ressourcen oft hinnehmen. Bormuth fordert den Betrachter dazu auf, über die Bedeutung des Schutzes unserer Umwelt nachzudenken und die allgegenwärtige Natur als das zu schätzen, was sie wirklich ist – ein unersetzliches und schützenswertes System.


Langsam weniger

 

 


"Tote Bag" – Ein Kunstwerk von Lina Bormuth
Skulpturale Malerei im kritischen Einklang mit der Industrie – "Tote Bag" (2024)
170 x 120 cm, Öl auf gespannten Industrieplastiksack


In ihrem Werk "Tote Bag" wagt Lina Bormuth einen mutigen Schritt jenseits traditioneller Maltechniken. Sie verbindet die Malerei mit der Reliefstruktur eines industriellen Müllsacks, um eine kraftvolle, dreidimensionale Darstellung von Korallenriffen zu schaffen. Der Plastikbeutel, befüllt mit Cola-Dosen – einem persönlichen Detail der Künstlerin, da sie diese Dosen gerne beim Malen konsumiert – ist auf einen Keilrahmen bespannt. Dieser wird unsichtbar gemacht, sodass das Kunstwerk den Eindruck einer hängenden Skulptur erweckt.


Mit den Dimensionen von 170 x 120 cm hat Bormuth das gewaltige, lebendige Gefühl eines Korallenriffs eingefangen, das sich direkt mit den dramatischen Auswirkungen von Plastikmüll und industriellen Abfällen auseinandersetzt. Der Müllsack als Träger der Korallenbilder verweist auf die Zerstörung des Meeres und unterstreicht die problematische Verflechtung von Industrieabfällen und Natur.


In "Tote Bag" nutzt die Künstlerin die Oberflächenstruktur des Materials, um die fleischige und organische Textur der Korallen auf eine außergewöhnliche Weise darzustellen. Die Reliefwirkung des Gemäldes verstärkt den Eindruck, dass diese Korallen mehr als nur organische Strukturen sind – sie wirken fast wie ein eigenes, lebendiges Wesen, so wie der Müllberg auf einer Deponie. Dieser innovative Ansatz ist Teil von Bormuths "Bloody Plastic"-Reihe innerhalb ihrer "Deep Dive Emotions"-Serie und fordert den Betrachter zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch, Plastik und Umwelt heraus.

 

„Blue Bag Mangroven“ – Öl auf gespanntem Plastikmüllbeutel (120 x 50 cm), 2024, von Lina Bormuth. Diese künstlerische Arbeit thematisiert die Umweltproblematik und symbolisiert die alltägliche Realität der Müllentsorgung. Der blaue Sack, der das Licht in den Mangrovenbrüchen bricht, wird zu einem Spiegelbild der Zerstörung unserer Natur. Ein Werk, das die Bedeutung des Umweltschutzes und den Schutz unserer Artenvielfalt auf künstlerische Weise hervorhebt.